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Call of Duty: Black Ops 2
Schwarze Stunde der Innovation?

(Image)Wie jedes Jahr hauen die Publisher wieder ihre Titel mit den hochzählenden Nummern am Ende raus. Bestes Schlachtross bei Activsion ist Call of Duty. Nachdem vor zwei Jahren Call of Duty: Black Ops recht erfolgreich war, dürfen wir uns dieses Jahr auf die Fortsetzung freuen. Doch gibt es dieses Mal so etwas wie Innovation?

Dem gesamten Shooter-Genre sind in letzter Zeit wohl komplett die Ideen ausgegangen. Denn jedes Jahr erscheinen die alten Schießeisen neu aufgelegt, erhalten ein paar ganz neue, ganz tolle Features und - am wichtigsten - eine neue Zahl hinter dem Titel.
Dem letzten Kriterium nach ist Call of Duty: Black Ops 2 eben einer dieser Innovationslosen Shooter und auch Publisher Activision bzw. die ganze Call of Duty Serie steht nicht gerade für krasse Veränderungen.
Aber wie so oft, soll mit diesem Teil alles anders werden. Die Story hört sich auf jeden Fall schon einmal gut an:


Der neueste Teil der Serie spielt im Jahr 2025. Die Technologie hat bis dahin recht große Sprünge gemacht, denn spätestens 2020 ist nach dem Mooreschen Gesetz Schluss mit der Weiterentwicklung der heute bekannten und möglichen Rechenleistung. Die Folge daraus sind extrem hochentwickelte Supercomputer, die dann auch im Kleinformat verfügbar sind. Und wo könnte man die besser nutzen, als in Drohnen und Mechs.
Und genau mit denen bekriegen sich China und - natürlich - die USA im zweiten kalten Krieg.
Hierbei geht es um die seltenen Erden, die zu 95% aus China kommen und für alle technischen Geräte unerlässlich sind. China hat dann irgendwann keine Lust mehr auf die USA und verbietet den Export der Erden, die USA hacken die Börse in China und legen diese lahm, ein Weltkrieg liegt in der Luft.
Und als wenn das nicht alles schon kompliziert genug wäre, kommt dann noch der Extremist Raul Menendez dazu, der sich in Myanmar (einem Land zwischen Indien und China) aufhält und dort allerlei Schabernack mit dem unbemannten Kriegsgerät treibt.
Und genau das müssen wir verhindern. Denn wir sind Alex Masons Sohn David. Und sind natürlich wie Daddy auch in einer Spezial-Einheit, nur eben in der Zukunft und mit mehr Technik-Gedöns.
Dabei soll es aber auch Missionen geben, die in der Vergangenheit spielen und in denen man dann in die Rolle von Alex Mason schlüpft. Das sollen Szenarien aus dem ersten Kalten Krieg zwischen Russland und den USA sein.


Die Story hört sich ja schon recht gut an, kein Wunder, ist sie doch von David Goyer mitgeschrieben, der schon an Batman Begins und The Dark Knight mitwirkte. Aber Call of Duty wäre nicht Call of Duty, wenn die Handlung eher ein Leitfaden für gewaltige Explosionen und Schießereien der Extraklasse wäre. Denn trotz der Qualität der Handlung wird sie wohl eher nebensächlich sein und auch gerade in den aktiven Missionen eine untergeordnete Rolle spielen.

Eine echte Neuerung (zumindest für die Reihe) sind die Entscheidungen, die man fällen kann. Diese sollen dann auch Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf haben, sodass es mehr als nur ein Ende geben wird. Wie plump oder wie gelungen diese Entscheidungen umgesetzt sind, bleibt abzuwarten.

Und noch mehr Innovation: In so genannten Strike-Force Missionen kommt es ein wenig mehr auf die Taktik an. Man kann unterschiedlichen Soldaten Befehle geben sowie Kriegsmaschinen einsetzen. Dafür gibt es sogar eine strategische Vogelperspektive. Ziel ist es, in einer vorgegebenen Zeit eine Aufgabe erfolgreich zu beenden. Wer aber kein Taktik Fan ist, kann das auch durch simples schießen lösen.


Das Gameplay ist dabei wie immer vom Ballern bestimmt. Dazu kommen die gewohnt aufwendigen und häufigen Skriptsequenzen, sodass immer etwas geschieht. Von allen Seiten spürt man Explosionen und Kugeln um die Ohren pfeifen. Man rennt durch schlauchartige Levels und tötet so ziemlich alles, was in das Fadenkreuz marschiert - so weit so alt.

Dieses Spielschema wird durch ein paar Sondermissionen unterbrochen. Dazu zählen die Sniper-Einlagen sowie Fahrzeugtrips. Und besonders hier zeigt sich die "Zukunft". Denn mit unserem Schafschützengewehr können wir Gegner durch Wände sehen und unsere Fahr- und Flugzeuge sind voll gestopft mit Technik. So gibt es zum Beispiel kleine Roboter, die mit Gatlings alles kurz und klein schießen oder Quadrocopter-Drohnen, die aus der Luft dem Feind den Tod bringen. Dazu gibt es noch weitere Fahrzeuge, die man nicht direkt steuern kann, sondern über ein Touchpad am Arm Befehle erteilt.


Das leidige Thema mit der Grafik ist leider immer noch nicht abgeschlossen. Denn Call of Duty: Black Ops 2 sieht zwar besser aus als das letzte Call of Duty - vor allem an den Lichteffekten wurde gearbeitet, richtig aufholen kann das Spiel nicht und liegt immer noch hinter der Brachenkonkurrenz (allen voran Battlefield 3) zurück.

Auch im Multiplayer gibt es Brüche mit der Tradition. So gibt es keine festgelegten Klassen mehr. Wir haben insgesamt 10 Punkte, mit denen wir uns Waffen und Perks kaufen können. Kaufen wir beispielsweise eine Granate oder den Perk, dass man schneller sprinten kann, verliert man jeweils einen Punkt. Das führt zu einer extremen Individualisierung, die man so noch nicht gesehen hat.

Und nicht nur das Klassensystem, sondern auch die Killstreaks müssen dran glauben. Denn die wird es im neuen Call of Duty durch die so genannten Score-Streaks ersetzt, also das erzielen von Punkten. Das fördert das Teamspielen und verschafft CoD eine taktische Komponente. Für die Streaks gibt es dann wieder tolle Gadgets etc.

Neue Modi gibt es auch. Im Modus Hardpoint geht es darum, immer wechselnde Gebiete so schnell wie möglich einzunehmen und gegen das gegnerische Team zu verteidigen. Im Multi-Team-Deathmatch (der unfreiwillig an die Squad-Modi aus Battlefield 3 erinnert) geht es darum, in einem Team aus drei Spielern gegen vier weitere Gruppen zu spielen.

Auch der obligatorische Zombie-Modus gestaltet sich ein wenig anders als bisher. Der Spieler und seine Mitstreiter (die auch menschlicher Natur sein können, da es sich um einen Koop-Modus handelt) fahren in einem rostigen Bus zu verschiedenen Schauplätzen. Passenderweisen heißt der Zombie-Modus auch Tranzit (Z für Zombies). Angekommen verbarrikadiert man sich und tötet Zombies, schaltet Räume frei, wie früher. Es gibt wohl auch eine zusammenhängende Story während des Koop-Abenteuers. Außerdem soll es dem Spieler freigestellt sein, ob er lieber zu Fuß zwischen den Orten wechselt oder den vermeintlich sichereren Bus nimmt...


Was man bis jetzt von Call of Duty: Black Ops 2 hört, ist tatsächlich innovativ. Es bietet eine große Fülle an Neuerungen, aus denen man wählen kann. Spannend wird sein, ob es auch sinnvoll ist, diese zu verwenden, oder ob Entwickler Treyarch den Stammkunden zu sehr entgegen kommt und alles plattballern die viel einfachere Variante ist.
Der Singleplayer hört sich interessant an und bietet viel Abwechslung. Der Multiplayer verzichtet endlich auf die Killstreaks und kann so etwas mehr Teamplay erzeugen.
Dennoch werden Stammspieler auch auf ihre Kosten kommen und ein "typisches" Call of Duty bekommen, das aber mehr zu bieten hat, als bisher.
Bleibt nur abzuwarten, wie das alles im fertigen Spiel umgesetzt ist.

Wie ist euer Eindruck vom neusten Teil? Echte Innovation oder lauwarme Fortsetzung?

Call of Duty: Black Ops 2 erscheint am 13. November für PC, Xbox 360 und PlayStation 3, später für die Wii U.

Material: Innovation an allen Fronten? | Klassenloses Kampfgefecht | Viel Lärm um nichts? | Zukunftsmusik | Die Zombies von Black Ops 2
Weiteres: Offizielle Website | Offizieller YouTube Channel




Chrissik
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Chrissik
12. Nov 2012, 10:30 Uhr
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